Alles Gesamtschule, oder was?
Am Samstag fand in der neuen Selfkant-Gesamtschule ein sogenannter Tag der offenen Tür statt. Von 10.00 bis 12.00 Uhr sollten sich Eltern, Grundschüler und Interessenten die neuen Räumlichkeiten der Noch-Hauptschule Höngen ansehen können. Wer erst um 11.00 Uhr kam, war dann sehr überrascht. Nix mit Besichtigung. Seit 10.00 Uhr lief eine Informationsverstanstaltung, in der Politik und der kommissarische Schulleiter Herr Schlimm das pädagogische Konzept, den Zeitplan und weitere Details zum Ausbau vorstellten. Die Aula war proppevoll, wir mussten draußen warten. Doch das war in doppelter Hinsicht ein Gewinn. Erstens entging man der extremen Wärme und verbrauchten Luft drinnen, und zweitens konnte man sich mit Gleichgesinnten draußen gut austauschen und bekam echte Informationen. Während drinnen zum x-ten mal die neue Gesamtschule schön geredet wurde und alle noch zu lösenden Probleme als “unproblematisch” dargestellt wurden, hörte man draußen von betroffenen Eltern, die ihr Kind im kommenden Jahr zu weiterführenden Schulen senden müssen, dass noch gar nicht alles so perfekt ist. Es sind noch keine Lehrer klar, das Angebot für die AGs steht noch nicht fest und wo letztendlich Mittags gegessen wird, ist auch noch offen. Während drinnen davon gesprochen worden sein soll, dass die Kinder in den Klassenräumen essen sollen, bis der neue Ausbau mit Mensa im Dezember fertig ist, hört man draußen Gerüchte von Zelten. Na doll.
Wie dem auch sei, die Idee der Gesamtschule im Selfkant mag ja toll sein und wir begrüßen auch eine solche Initiative, aber es scheint alles viel zu schnell zu gehen. Vieles ist nicht durchdacht und wird durch diese Promo-Touren nur schön geredet. Zu viele ungeklärte Fragen sind da, und die armen Eltern müssen sich bald entscheiden, ihr Kinde in eine solche Schule zu geben, die noch gar nicht fertig durchdacht ist.
Da stellt sich die Frage nach dem Warum? Nun, es scheint ums Geld zu gehen. Eine Ganztagsschule bringt viel mehr Geld für die Träger. Und an Geld mangelt es der Gemeinde genauso wie allen anderen Gemeinden. Deshalb drängt sich der Verdacht auf, dass die neue Schule nur des lieben Geldes wegen so schnell zum kommenden Schuljahr schon starten soll. Oder sehen wir das alles ganz falsch?
Ich kann nur sagen: Gott sei Dank haben wir noch ein Jahr Zeit mit der Entscheidung der Schulwahl.

Draußen warteten Eltern und kamen nicht mehr rein.






Sicherlich geht das alles sehr schnell, nur sollte man hier beachten das die Gemeinde Selfkant schon seit über 2 Jahren versucht diese Schule zu verwirklichen. Gescheitert ist das bisher an die Teilnahme der Gemeinde Gangelt. Wer also für diese ” übereilte ” Entscheidung gesorgt hat ist für diejenigen die die Sache seit längerem verfolgen klar.
Wenn das so ist, dann fragt man sich, warum so viele Dinge ungeklärt sind. Um das noch mal klar zu machen: Ich bin nicht gegen diese Gesamtschule, ich bin finde die Hals über Kopf Herangehensweise nicht gut. Zu viele Dinge stimmen nicht, die Eltern der Schüler, die jetzt eine weiterführende Schule suchen, sind vielmals verunsichert, weil zu viele Fragen offen sind und die Werbetouren der Herren Politiker immer nur alles schön reden. “Wird schon, wir machen das…etc.
Ein Beispiel: Auf einer Infoveranstaltung im letzten Jahr hieß es, dass man keine neuen Räumlichkeiten in Höngen brauche für das Essen und die Unterbringung. Jetzt erfährt man, dass ein ganzes Gebäude angebaut wird. Das war doch schon damals klar. Wurde das absichtlich verschwiegen? Wenn ja, warum?
Vielleicht wäre es besser gewesen, der Veranstaltung im Gebäude zu folgen und nicht den Raucherplatz einzunehmen. Dann hätten Sie ja die Fragen stellen können. Natürlich können zum jetzigen Zeitpunkt alle Fragen noch nicht beantwortet werden, beispielsweise die Frage nach den Lehrern, die erst bei Erreichung der 100 Anmeldungen durch die Bezirksregierung benannt. Das Angebot der AGs richtet sich ähnlich wie bei den OGS im Primarbedreich anhand des Bedarfs der Schüler (Abfrage nach Anmeldung). Ob vorübergehnd für 3 oder 4 Monate das Essen in den Klassen eingenommen wird oder noch ein Raum geschaffen wird, kann doch letztlich nicht für die Schulwahl entscheidend sein. Letztlich wird eine Mensa gebaut, die den Bedürfnissen gerecht wird. Der Bau ist erforderlich, weil eine Ganztagsschule mehr Räume benötigt als eine Halbtagsschule. (Bis vor einem Jahr wurden Gesamtschulen nur im Halbtagsbetrieb genehmigt). Manchmal ist es besser zuzuhören……
Und da ist er wieder, unser alter Bekannter, der Selfkänter. Und er hat immer noch nicht gelernt, wie man höflich miteinander umgeht. Kritik, gerne, aber bitte nicht andere Personen persönlich angreifen. Und dazu noch haltlos. Ich hatte Ihnen schon damals gesagt, dass es sehr unhöflich ist, andere anzugreifen ohne den eigenen Namen zu nennen.
Zum Thema: Ich könnte jetzt auch sagen: “Wer lesen kann, ist klar im Vorteil”. Wir hatten nämlich nicht die Raucherplätze eingenommen, sondern sind nicht mehr in den Raum gekommen. Wenn man vorher angekündigt hätte, dass um 10.00 Uhr ein Vortrag startet, statt nur einen Tag der offenen Tür anzukündigen, dann wären alle, die später gekommen sind, pünktlich gewesen. Ein Tag der offenen Tür suggeriert eine offene Türe, durch die man zwischen 10.00 und 12.00 Uhr jederzeit rein und raus kann. Das war es wohl nicht. Wir waren insgesamt sicher 10 Personen, die das auch so verstanden haben und nun draußen warten mussten, weil der Raum einfach voll war. So viel zum “Zuhören”.
Und die Meldung zum Infoveranstaltung mit anschließendem Tag der offenen Tür in der Heinsberger Zeitung war am Samstag wohl etwas spät.
Im übrigen ist es für Eltern sehr wohl relevant, ob man sein Kind in eine Schule schickt, in der ggf. zunächst in einem Zelt oder in der Klasse gegegessen wird. Und die Frage der AG beschäftigt einen auch. Als Eltern muss man sich JETZT entscheiden, obwohl man nicht weiß, was angeboten wird und welche Lehrer da sind.
Verstehen Sie das?
Wenn man sich mehr Zeit gelassen hätte, wären viele Dinge fertig, bevor die Eltern sich entscheiden müssen. Dass manche Dinge aus der Natur der Sache heraus nicht klar sind, ist nicht schlimm, aber das Gesamtbild stimmt nicht.
Es geht nicht darum, die Gesamtschule Selfkant zu kritisieren, die ist gut. Es geht darum, dass alles schnell schnell gehen muss, damit man früher an die Gelder kommt. Oder?
Und es geht darum, dass man den Eltern (dazu zählen wir auch) nicht die Wahrheit sagt, sondern alles schön redet.
Im Herbst hatte man uns erzählt, dass man keinen Anbau braucht, es würden genügend Räume zur Verfügung stehen. Jetzt kommt eine Mensa. Wusste man das damals nicht oder wollte man das nicht erzählen?
Sagen Sie jetzt nicht, das würde nicht stimmen. Wir waren bei einer der Bürgerversammlungen in Saeffelen selbst dabei.
Fakt ist: Die Eltern der 4-Klässler sind mehr verunsichert als vorher.
Hallo Bärmann!
….und jetzt noch lesen können…http://gesamtschule.selfkant.de/index.php?option=com_content&view=section&layout=blog&id=1&Itemid=48
1. Lehrer würden auch vor den Anmeldungen im Jahr 2013 nicht bekannt gegeben werden
2. AGs sollten sich nach den Bedürfnissen der Kinder richten (und nicht vorgegeben werden)
3. die Veröffentlichungen zur Info-Veranstaltung u n d dem TdoT waren auch schon vorher der SuperSonntag zu entnehmen
4. Ich als Vater eines Viertklässlers habe auch eine persönliche Einladung erhalten zum TdoT u n d der Info-Veranstaltung
Soll man ein Jahr warten, um sich dann anzuhören, dass man in diesem den Kindern die Gesamtschule vorenthält.
Ich kann mit Kritik sehr gut umgehen, aber nicht mit falschen Darstellungen - jedenfalls hat es den ein oder andern Klick auf Selkantblogger gegeben…
Ziel erreicht?
Mit geht es ganz und gar nicht um Popularität oder Klicks für den Blog, sondern um eine Möglichkeit, die Meinung zu äußern, die viele andere nur denken. Und wenn ich da falsch liege, kann ich das auch eingestehen.
Wenn der TdoT wirklich mitsamt der Infoveranstaltung in der Super Sonntag gestanden hat, ist uns das entgangen. Aber offenbar haben es viele nicht gewusst. Und die Eltern der Drittklässler wurden - natürlich - nicht persönlich eingeladen. Man hätte also durchaus die Chance gehabt, um 10.00 Uhr dort zu sein. Ob dann alle einen Platz gefunden hätten, bleibt offen.
Das ändert aber an der eigentlichen Sache nichts: Dem schlechten Timing. Klar ist, dass manche Dinge eben nacheinander und bedingt durch Rahmenbedingungen zu einem bestimmten Zeitpunkt ablaufen. Wenn die Lehrer eben erst im März benannte werden können, dann ist das eben so.
Als Eltern muss man sich dennoch früher entscheiden. Und bei bestehenden Schulen kann man eben die Lehrer kennenlernen, die Räume sehen (was hier auch ging!), und die bisherigen AGs anschauen.
Die Entscheidung für eine weiterführende Schule ist ein Mix aus Bauchgefühl und Verstand. Und im Moment stimmt bei sehr vielen Eltern das Bauchgefühl nicht. Es ist für viele eine Anmeldung ins Ungewisse.
Dennoch sehen alle die Gesamtschule als eine gute Sache an, keine Frage.
Und klar, da gebe ich Ihnen recht, eine Verschiebung hätte auch wieder Kritiker hervor gebracht.
Ich schlage vor, wir belassen es dabei. Die Schule wird kommen, und das ist gut so. Wir müssen uns zum Glück - offenbar anders als bei Ihnen - nicht jetzt entscheiden, sondern können uns in Ruhe ansehen, was daraus wird.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Entscheidung!
Der “Selfkänter hat in allen Punkten richtig geantwortet.
Für meinen Teil habe ich mich sehr darüber gefreut, dass die gesamte Selfkantpolitik und die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister voll hinter dieser Gesamtschule stehen. Dass jetzt auch am Gebäude doch noch Veränderungen stattfinden sollen,dient doch nur dem Wohl der Schüler - unserer Kinder - und kann von daher nur begrüßt werden.
Gott sei Dank haben wir in der Gemeinde Selfkant vorausdenkende und verantwortungsbewußte Politiker!
1. Der Beitrag richtet sich nicht gegen die Gesamtschule. Damit das mal klar ist.
2. Vorausdenkende und verantwortungsbewußte Politiker hin oder her: Die Eltern der Viertklässler sind verunsichtert. Und daran ändern auch Infoveranstaltungen nichts. Das Timing ist unglücklich und daran wird man nichts mehr ändern können. Es ist eben jetzt so und die Eltern müssen sich mit dem, was sie haben, entscheiden. Gott sei Dank haben wir noch ein Jahr Zeit.
- ENDE -
Ich finde es eine Schande die Realschule aufzugeben, welche einen hervorragenden Ruf besitzt und auch wenn ich selbst noch nicht betroffen bin, so gibt es in meinem bekanntenkreis viele die nun die Gymnasien dieser Gesamtschul hauruck Aktion vorziehen werden. Das ist FAKT!
Anscheinend wird hier nur ans Geld gedacht und nicht das wohl der Kinder… warum fragt man nicht einfach mal die Bürger und Eltern der Gemeinden, was diese davon halten.. hier wird wieder über die Interessen der Bürger hinweg entschieden, wie leider so oft.
Stichwort Bürgerbefragung: es gab eine Befragung der Dritt- und Viertklässler (Betroffene)
Und wo findet man die Ergebnisse?
Die Befragung der Eltern bezog sich aber nur auf das Interesse an einer Gesamtschule. Und niemand der betroffenen Eltern kann behaupten, KEIN Interesse an einer Gesamtschule vor Ort mit Sekundarstufe II zu haben. Deshalb war das Ergebnis so gut.
“Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung würden 139 Eltern der dritten Klassen der Grundschulen und 115 Eltern der vierten Klassen der Grundschulen ihr Kind zu einer Gesamtschule in Gangelt und Selfkant schicken.” (Quelle http://gesamtschule.selfkant.de/index.php?option=com_content&view=article&id=57:elternbefragung&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=48)
Jetzt, wo die ersten Entscheidungen anstehen, werden die Zahlen anders aussehen. Warten wir ab, wie viele der 115 Kinder der vierten Klassen tatsächlich angemeldet werden. Ich denke, das wird eng.
Wie gesagt. Die Verunsicherung unter den Eltern ist groß.
Lieber Gangelter, ich glaube keiner der Verantwortlichen hat irgendwann die guten Leistungen der Realschule in Gangelt in Zweifel gezogen. Wenn aber die Kinderzahlen immer weniger werden und beide Hauptschulen in Gangelt und Selfkant auf Dauer keine Klassen mehr zusammenkriegen, dann müssen andere Lösungen für unsere Kinder her.
Die neue Gesamtschule bietet für alle Kinder eine optimale Beschulung, ob Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder Abiturabschluss.
Das war die einzig richtige Entscheidung!
Lieber Herr Bärmann,
ich war auch bei dem Infotag - und zwar drinnen-!
Von der Verunsicherung, die Sie hier vorbringen, war da nicht zu spüren.
Auch die Waldfeuchter werden sich freuen, hier ein gutes Angebot zu erhalten.
Auch die sind im selben Topf der Schüler, die angenommen werden müssen!
Ich gehöre ebenfalls zu den verunsicherten Eltern.
Ich habe 2 Töchter in der Gesamtschule in Geilenkirchen. Für mich war es eigentlich selbstverständlich, auch mein drittes Kind dort unterzubringen. Leider schied es bei dem dortigen Auslosverfahren aus. Eine Alternative musste her, um so schwieriger, da ich mich vorab bei keiner anderen Schule umgehört hatte. Also wurden Bekannte, Freunde, Eltern, Schüler und sogar Lehrer befragt. Der Ruf, der dabei der Realschule Gangelt vorauseilt, hat mich überzeugt, mein Kind dort anzumelden - vor allem, da wir den Vorteil der Nähe zu beiden Orten haben. Wenn auch nur die Hälfte oder ein Viertel von dem stimmt, was ich über die Geilenkirchener Realschule gehört hatte, wäre diese Alternative für mich nie in Frage gekommen. Nun geht mein Kind in die 5. Klasse der Realschule Gangelt - das erste Zeugnis ist erstellt worden. Und ich bin restlos begeistert! Und was noch wichtiger ist: mein Kind ebenfalls!
Um so verunsicherter bin ich, wie es jetzt weiter gehen soll. Auch wenn mein Kind vermutlich wohl eine Realschülerin bleibt, so werden jede Menge Lehrer über kurz oder lang gehen und durch andere ersetzt werden. Unterricht könnte auf Grund eines unausgegorenen Systems ausfallen, mein Kind ist nicht mehr die Schülerin XY, sondern eine Nummer unter tausenden Schülern von eigentlich 3 Schulen (Schulgebäuden). Eine individuelle Förderung und Betreuung kann in einem so großen System meiner Meinung nach nicht mehr gegeben sein. Eine Schande, wenn man bedenkt, dass man hier versucht, ein gut laufendes Schulsystem (und was noch interessanter ist: eines mit einem guten Ruf!) zu unterwandern. Die Realschule hatte es auch in diesem neuen Schuljahr geschafft, 3 Klassen voll zu bekommen. Eine solche Hauruckaktion war folglich in meinen Augen völlig überflüssig. Es wäre sinnvoller gewesen, den Zusammenschluss alleine zwischen den beiden Hauptschulen zu gestalten, um den Eltern eine echte Alternative bieten zu können. Im Übrigen wird man auch in Zukunft mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen haben. In unserer heutigen Gesellschaft scheinen Kinder unerwünscht zu sein und die Geburtenzahlen gehen seit Jahren zurück. Davon abgesehen bin ich der Überzeugung, dass es nicht erst in den weiter führenden Schulen, sondern bereits in der Grundschule hakt: wenn dort die Benotungen etwas realer von statten gehen würden und nicht nach dem “Portemonnaie” der Eltern und der Sympathie der Lehrer zu ihnen entschieden werden würden, hätten die Schulen nicht das Problem mit den Anmeldungen, sondern dann würden die Schüler entsprechend ihrer Fähigkeiten eingeschätzt und auf die Schulen verteilt werden.
Zunächst: ich lasse mir von niemandem den Mund verbieten. Den Anspruch zu stellen: “Jetzt seid Ihr mal still” halte ich - gelinde gesagt - für unverfroren, es sei denn, sie gehören zu der Gruppe der deutschen Politiker; dann ist mir dieser Anspruch mehr als verständlich… was jedoch keinesfalls heißt, dass ich dieser Aufforderung nachkommen werde.
Nun zu meinem eigentlichen Anliegen. Nachdem ich zwei Töchter dem nordrhein-westfälischen Einheitsbrei-Schulsystem überantwortet habe (wider besseres Wissen), wo sie in einem pseudopsychologisch - pädagogischen Bildungskonglumerat unterrichtet wurden, war für mich die Alternative “Realschule” die Bildungseinrichtung der Wahl. Die heren Ziele, die sich die nach Politikerwillen aus dem Boden gestampften Gesamtschulen auf die maßlos überdimensionierten Fahnen geschrieben haben, wurden in keinem Fall auch nur annähernd erreicht - zumindest was meine sicher unmaßgebliche Wahrnehmung bei meinen Kindern betrifft.
Dass nun die Hörigkeit unserer Kommunalpolitiker in Bezug auf die Landesregierung solche Ausmaße annimmt, wäre selbst mir im Traum nicht eingefallen.
Never change a running system… eine Aussage, die unseren Politikern schon aus Prinzip fremd sein muss… denn eins ist klar: nur ein unzufriedenes Volk lässt sich regieren… und so wussten schon die alten Römer, dass sie hin und wider Entscheidungen zu treffen haben, die die Zufriedenheit der Bürger in Frage stellt.
Infoveranstaltungen? Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich bei diesen Veranstaltungen um “Desinformationskampagnen” handelte, bei denen durch gezielte Fragestellungen vom eigentlichen Problem gezielt aber - typisch deutsch - politisch korrekt abgelenkt wurde.
Wäre ein derartiger Vorfall in China passiert, so würde jeder Mensch lediglich die Nase rümpfen und denken: ein totalitäres System halt. Hier bei uns zeigt mir die Vorgehensweise unserer profilneurotischen, medienorientierten und lobbybeeinflussten Politiker, in welcher Fahrspur wir uns derzeit befinden.
1. Vielen Dank Herr und Frau Hoffmann
Das zeigt, wie groß die Verunsicherung unter den Eltern ist. Drinnen, in den so genannten “Infoveranstaltungen” traut sich doch keiner, Kritik zu äußern, Das wäre zwar sinnvoll, ist aber leider immer so. Den Unmut äußern die Eltern nur draußen, auf der Straße, in Gesprächen. Und da hört man viel, was Eltern untereinander reden.
Ich glaube, wenn als Eltern früher den offenen Dialog mit den Machern gesucht hätte, wäre vieles transparenter gewesen, Aber wer soll es machen? Es gibt keine Eltern-Initiative, warum auch?
2. Was die Waldfeuchter betrifft, lieber Herr “jetzt seid Ihr mal still”, die haben sich in ihrer Stellungnahme klar gegen die Gesamsschue Selfkant geäußert und sogar ein Schiedsverfahren zu Klärung anberufen. Die wollen die Gesamtschule gar nicht, weil sie eine eigene Verbundschule haben. Die freuen sich ganz und gar nicht.
3. Das Ganze hätte gar nicht erst eintreten müssen, wenn man vernünftige Konzepte findet, die die ganzen niederländischen Kinder in die deutschen Schulen an deren Wohnort binden könnte. Die 25% Niederländer, die in der Gemeinde Selfkant leben, senden ihre Kinder über die Grenze. Warum? Sind die deutschen Schulen zu schlecht? Oder gibt es andere Gründe? Hat die jemals jemand erfragt? Wenn wir es schaffen würden, dass ein Teil dieser Kinder bei uns zur Schule geht, hätten wir kein “Kinderproblem” und hätten die tolle Realschule nicht so schnell aufgeben müssen.
1. Zur Diskussion um das Thema “Es ist kein Neubau nötig- die Dächer sind vorhanden”: So oder ähnlich stand es auf der blitzschnell aus dem Hut gezauberten Homepage der Gesamtschule Gangelt-Selfkant geschrieben.
Blitzschnell wurde am Tag der offenen Tür ein Modell gezeigt, das den Neubau eines weiteren Traktes an der - noch- Hauptschule Höngen zeigte, damit eine Mensa und fünf (!!!) neue Klassenräume gebaut werden.
In der Begründung hieß es dann “Eine Ganztagsschule muss eine Mensa haben”. Ist das neu? Oder gilt das nur für Gesamtschulen? Die Ganztagshauptschule Höngen existiert doch schon seit Jahren und bietet den Schülern die Möglichkeit, eine Mittagsmahlzeit einzunehmen. Sind Hauptschüler weniger wert als Gesamtschüler? Na gut, der Bezirksregierung ja schon, wie man an der unterschiedlichen Bemessung der Zuschüsse sieht.
2. Zu diesen (unerwarteten?) Kosten kommen dann die Folgekosten für die Klassen 8-10 in Gangelt, die ja auch eine Mensa brauchen werden- und bestimmt wird unser Container, der seit Jahren für zwei unserer Realschulklassen als “Schulnebengebäude” existiert, auch durch einen eindrucksvollen Neubau ersetzt, weil der Bürgermeister der Gemeinde Selfkant damals verhindert hat, den Neubau größer zu konzipieren.
3. Der zur Notwendigkeit der Errichtung der Gesamtschule beschworene dramatische Rückgang der Schülerzahlen wird aber bei den kommenden Bauprojekten nicht eingerechnet- denn, so wurde durch die Bürgermeister informiert, kommen im Schuljahr 2012/13 und 2013/14 noch einmal relativ starke Schülerzahlen, danach geht es dramatisch bergab. Da kann man doch auch etwas realistischer planen und auf das Geld der Steuerzahler achten.
Dabei haben wir doch seit über 20 Jahren eine überdimensionierte Hauptschule in Höngen, das sollte doch ein Mahnmal sein, den Fehler der Überdimensionierung nicht zu wiederholen.
4. Die geplante gymnasiale Oberstufe wird gespeist- falls denn die notwendigen 100 Anmeldungen kommen - von wenigen Schülern mit gymnasialer Empfehlung durch die Grundschulen. Am Tag der offenen Tür war die Rede von - summiert knapp 30 Schülern und Schülerinnen mit Hauptschulempfehlung, wenige Gymnasialempfehlungen, und bei den restlichen Schülern wird es sich dann um Realschüler handeln.
An der gut funktionierenden Realschule Gangelt mit bewährtem, aufeinander eingespieltem und fördernden/ fordernden Lehrkräften besuchen normalerweise 60-70 % erfolgreich Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Bei 100 Gesamtschülern sind das 60 Schüler in der Oberstufe - wohlwollend gerechnet. Oh,oh, und da soll eine sinnvolle Differenzierung ind er Oberstufe möglich sein? Warten wir es mal ab.
5. Am Tag der offenen Tür wurde auch meine Frage, was denn passiert, wenn keine 100 Anmeldungen kommen würden, nicht beantwortet. Es wurde nur das Szenario beschworen, dass die Schüler mit Hauptschulempfehlung keine Schule hätten. Also ob es möglich wäre, Schüler einfach nicht zu beschulen! Das hat doch hoffentlich keiner geglaubt, oder?
Fakt ist, dass dann die Voraussetzung für die Einrichtung der Gesamtschule nicht gegeben ist. Das bedeutet, dass die bestehenden Schulen wieder annehmen dürfen- und es würden die Hauptschulempfohlenen sich halt auf einen der beiden Standorte einigen müssen.
6. Überhaupt nicht angesprochen wurde bei den Informationen das Thema Inklusion- also der Tendenz, dass Schüler der bisherigen “Förderschule” auf Wunsch der Eltern an jeder Schule genommen werden müssen.
Zumindest im Fall von körperlich beeinträchtigten Kindern ist dies an der Realschule Gangelt kein Thema. Durch Spendenaktionen ist es hier gelungen, nahezu alle Klassen- und Fachräume im ersten Stock mit Hilfe eines Aufzuges zu erreichen. Wie stellt sich das in der - noch Hauptschule- Höngen dar?
7. Gezeigt wurde am Tag der offenen Tür ein Klassenraum im ersten Stock, möbliert mit überdimensionalen Schulmöbeln. Ich bezweifle, dass die vorgeschriebenen Abstände zwischen den Plätzen eingehalten werden können- und bedaure den Lehrer, der die Gruppenarbeit betreut bei Schülern, die sich aufgrund der großen Abstände nicht leise unterhalten können.
Bei weiteren Möbelanschaffungen kann es vielleicht eine Nummer kleiner sein- dann lassen sich die Sitzanordnungen flexibel ändern, je nachdem welche Unterrichtsform gewählt wird. Und auch Einzelplätze bei Klassenarbeiten lassen sich schnell aufstellen- da beraucht man nicht noch einen Raum (oder mehrere Räume?) mit Einzelplätzen.
Gruppenarbeit mit “überlegen- teilen-präsentieren” Aufträgen ist sinnvoll, aber ebenso wenig allein glückselig machend wie der inzwischen verpönte Frontalunterricht. Die Mischung macht’s !
Ich könnte noch vieles ergänzen, was mir bei der mit heißer Nadel genähten Schulentwicklungsplanung aufgefallen ist- vielleicht wäre ein wenig mehr “denken- teilen-präsentieren” mit allen Beteiligten - also Eltern- Schulen- und Verwaltung - fruchtbarer für die nachwachsende Generation gewesen.
Auch ganz interessant- eine Meinung von jemandem, der wahrscheinlich nicht einmal weiß, wo der Selfkant liegt
Vor allem auf Gesamtschulen und Privatschulen mit bestimmten
Zusatzangeboten gebe es einen “regelrechten Run”, sagt Peter
Silbernagel,Vorsitzender des Philologenverbands Nordrhein-Westfalen.
Gemäß der Interessenvertretung der Lehrer gibt es in NRW ausreichend
Plätze an Gymnasien.
“Wie es mit den Gesamtschulen weitergeht, wird
auch davon abhängen, wie sich der Rückgang der Schülerzahlen in den
kommenden Jahren auswirkt”, so Silbernagel.
Er warnt davor, im Laufe
der verschiedenen Schulreformen die Qualität der Lehrinhalte zu
vernachlässigen. “Sonst kommt es eines Tages zu einer Schere zwischen
den privaten und staatlichen Schulen wie in Großbritannien, Frankreich
oder den USA”, so der Lehrervertreter.
zu Frau Deyerling Seidel
zu 1. Gesamtschulen wurden erst seit diesem Jahr erstmals wieder im Ganztagsbetrieb genehmigt - außerdem sind zusätzlich Räume für Inklusion/Differenzierung vorzusehen, sollten Sie als Lehrer auch was von gehört haben, hat sich erst die letzten Jahre ergeben!
Desweiteren sind die Hauptschüler nicht weniger wert, der größere Mensabau ist wegen der Mehrzahl Schüler erforderlich; außerdem beinhaltet eine Gesamtschule auch Hauptschüler
zu 2. Wie sich heute herausstellt wohl eine richtige Entscheidung!
zu 3. Eben war dei Realschule noch zu klein - da war es eine falsche Entscheidung des Bürgermeisters der Gemeinde Selfkant! Komisch
zu 4. Über die Differenzierung in Oberstufen wurde beim TdoT gesprochen - man geht auf Pflichtfächer zurück und Differenzierungen werden auch an vielzügigen Gymnasien nichzt mehr in der Breite angeboten. Man geht heute davon aus, dass weitere Schüler von Sekundarschulen (Waldfeucht) oder Realschulen (Heinsberg) hinzu kommen.
zu 5. Frage hat sich erübrigt - Anmeldungen vorhanden, zeigt das Interesse an einer Gesamtschule
zu 6. Diese Frage wurde bereits frühzeitig in die FAQ-Liste der Homepage aufgenommen (nur lesen)
zu 7. Anregungen werden sicherlich gerne entgegen genommen
Gestatten sie mir noch eine Anmerkung. Wer andere schlecht macht, macht sich nicht unbedingt besser. Die Realschule Gangelt zeichnet sich derzeit durch Unterrichtsausfall aus, der soweit führt, dass wesentliche Fächer nicht auf dem Zeugnis mit einer Note versehen werden können. Stimmt das?
Man kann noch viel diskutieren, ich glaube, man sollte sich auch mal überzeugen lassen.
Sehr geehrter Herr Selfkänter (ich gehe einfach mal davon aus, dass Sie männlich sein müssen!)
Ich möchte lediglich auf einen Satz Ihrer Ausführung antworten:
Derzeit findet bei meiner Tochter kein Unterrichtsausfall statt, der sich bis zur Erstellung der Zeugnisse hingezogen hätte. Das einzelne Stunden, z.B. krankheitsbedingt ausfallen, möchtre ich gar nicht anzweifeln. Aber alle vorgesehenen Unterrichtsfächer sind bis zum Schluss (1. Halbjahreszeugnis) gelehrt und benotet worden.
Darüber hinaus halte ich es für unverschämt, in einem öffentlichen Forum so massiv Stellung zu beziehen, ohne seinen Namen zu nennen. Daher ein Zitat von Jaron Lanier zur Sache: “…Dahinter steckt der Narzissmus all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen.”
In diesem Sinne noch einen angenehmen Tag!
Stefanie Hoffmanns