FC Wanderlust Süsterseel erhält zweiten Sportplatz
Wie die Aachener Zeitung heute mittag meldet, hat sich der Rat der Gemeinde Selfkant zugestimmt, dem Sportverein “FC Wanderlust Süsterseel” nicht nur endlich einen zweiten bespielbaren Sportplatz zu geben, sondern auch eine Finanzspritze für die Renovierung des Vereinsheims am Sportplatz Fichtenhain zu geben.
Zunächst soll der bisher unbespielbare zweite Platz an der Heidestraße saniert werden. Bürgermeister Herbert Corsten erklärte dazu, dass an diesem Sportplatz keine Schadstoffe vorhanden seien und er saniert werden könne. Zudem werde es einen Zuschuss von 20.000 Euro für eine Renovierung des Vereinsheims sowie weitere 20.000 Euro aus dem Infrastrukturfonds für den Ortsteil Süsterseel geben. Die Gelder werden allerdings erst im Haushaltsjahr 2009 zur Verfügung stehen.
Eine Frage habe ich aber noch: Warum braucht der Sportverein zwei Sportplätze?






Der FC Wanderlust ist ein sehr großer Verein. Der größte nicht-private Fussballverein des Selfkants. Er übernimmt eine wichtige Rolle in der Erziehung und Beschäftigung der Jugend, und nicht nur der Süserseeler Jugend. In den letzten Jahren ist die Mitgliederzahl förmlich explodiert. Ein Erfolg für den ganzen Verein. Und als Süsterseeler ein Verein auf dem man stolz sein kann.
Das man zwei Sportplätze braucht erklärt sich leicht. Jeder der mal gesehen hat was da während der Woche (egal an welchem Wochentag) an Trainingseinheiten verschiedenster Mannschaften absolviert werden, der kann das gut verstehen. Da ist es schon fast die Regel das 3 Mannschaften gleichzeitig trainieren. Und dann soll derselbe Platz auch noch für Spiele am Wochenende herhalten. Das geht einfach nicht.
Jedoch was der Sportplatz Fichtenhain/Heidestrasse viel dringender braucht, ist eine Lösung des Parkplatzproblems. Es kann nicht angehen das die Strasse komplett zugeparkt wird, sodass Anwohner kaum noch zu ihren eigenen Häusern gelangen. Schaffen sie es, so müssen sie immer wieder feststellen das nicht nur vor der eigenen Einfahrt geparkt wurde, sondern mitunter sogar AUF jener Einfahrt.
Bisher führte das nur in Einzelfällen zu Konflikten. Denn in der Regel übten sich die Anwohner bisher in Nachsicht. Die Schmerzgrenze wird aber immer schneller erreicht. Die Gemeinde kann von den Anwohnern nicht verlangen diese Situation noch länger zu (er-)tragen.
Es sind 2 Lösungen denkbar. Im Fichtenhain wäre es an der Seite des Sportplatzes durchaus möglich einen 4 Meter breiten Streifen als Parkplatz mit Stellplätzen für circa 50 Fahrzeugen zu pflastern. Dazu müssten lediglich einige wenige Bäume weichen. Eine durchdachte Rodung würde auch die Gefahr von umstürzenden maroden Bäumen bei Sturm endlich reduzieren.
Die andere Lösung liegt darin den Platz an der Heidestrasse so zu sanieren, dass dieser zum Hauptplatz wird. Auf dem Gelände der ehemaligen Klei-Grube wäre genug Platz für einen angemessenen Parkplatz samt Vereinsheim.
Letztere Lösung wäre die zukunftsichere Variante. Befindet sie sich doch am Rande des Dorfes mit genügend Platz zur Expansion. Ob das scheitert an den klammen Kassen der Gemeinde oder an anderen Faktoren, ich weiß es nicht.
Vielen Dank für die guten und hilfreichen Informationen. Jetzt ist jedem klar, um was es geht.