Laboratorium für interregionale Zusammenarbeit

Wie sicher bekannt ist, gibt es den grenzüberschreitenden Kooperationsverband Euromosa. Die darin kooperierenden Nachbargemeinden Maaseik, Echt-Susteren, Waldfeucht, Selfkant und Gangelt wollen in den kommenden Jahren noch intensiver zusammenarbeiten, um die Lebensqualität in diesem Grenzgebiet fortwährend zu verbessern.

Deshalb präsentiert man sich jetzt gewissermaßen als ein Laboratorium für interregionale Zusammenarbeit. Das Laboratorium dient dabei als Versuchsfeld, um die Grenzen der Möglichkeiten zu erforschen.
Wichtigstes Ziel dabei ist es, die so gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen selber zu nutzen. Darüber hinaus können die Projekte aber auch anderen Grenzregionen als Vorbild dienen.

Euromosa begibt sich hierbei mittels Arbeitsgruppen (Laboratorien) auf die Suche nach Lösungen für von den Einwohnern der Grenzregionen benannte Probleme. Als Beispiele können hier die Bereiche Brandschutz, Gesundheitswesen, Öffentlicher Personennahverkehr, Gülleproblematik und nachhaltige Energie genannt werden. In diesen Arbeitsgruppen treffen sich Fachleute aus den drei beteiligten Ländern und diskutieren in jedem Themenbereich mit einander über Probleme und über Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Unterstützung. Hierbei stehen die Einwohner jeweils als Ausgangspunkt zentral. Erforderlichenfalls werden Empfehlungen ausgesprochen, um Gesetze und Regelungen anzupassen und besser aufeinander abzustimmen. Oft genügt aber schon die gemeinsame Diskussion. Lösungen entstehen dann manchmal spontan - im Euromosa-Laboratorium.

Des weiteren sind andere Themen von Bedeutung, so z.B. die Einrichtung einer internationalen Schule, Zusammenarbeit zwischen den Gemeinderäten, die Förderung der regionalen Mundart sowie die Restaurierung der kulturhistorischen Infrastruktur. Auch praktische Dinge, wie eine gemeinsame Arbeitsplatzbörse, werden in Angriff genommen.

Die Ergebnisse aller dieser Bemühungen im Euromosa-Laboratorium bilden die Grundlage für neue europäische Projekte, in denen Studien angestellt und Empfehlungen zur weiteren Umsetzung und tatsächlichen Ausführung der neuen Ideen erarbeitet werden. Zur Finanzierung aller dieser Projekte wird ein Zuschussantrag beim Interreg-Fonds der Euregio Maas-Rhein vorgelegt.

Außer in den Laboratoriums-Arbeitsgruppen beabsichtigen die Gemeinden innerhalb des Euromosa-Verbandes noch enger zusammen zu arbeiten und so sollen gemeinsame Kultur- und Sportveranstaltungen organisiert werden. Weitere Überlegungen gehen dahin, die Übernachtungsmöglichkeiten in der Region und Mobilhome-Plätze und Radlerhütten zu erweitern.

Auf www.euromosa.eu finden sich alle weiteren Informationen zu Euromosa.

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