Süsterseeler Karl-Arnold-Straße wird verkehrsberuhigt
Gestern abend stellt Bürgermeister Herbert Corsten in einem Bürgergespräch im St. Hubertus Schützenheim mehrere Projekte im Selfkant und speziell in Süsterseel vor. Besonderes Interesse hatten die Punkte “Karl-Arnold-Straße”, “Sportplatz FC Wanderlust” sowie “Dechant-Kamper-Straße”.
Nachdem Herr Corsten im Rahmen des ersten Tagesordnungspunktes “Grünroute” eine neue, etwa 24 km lange Fahrrad-Route quer durch den Selfkant vorgestellt hatte, konnte er im zweiten Tagesordnungspunkt eine echte Neuigkeit präsentieren. Schon lange steht die Süsterseeler Karl-Arnold-Straße mit ihrer Schikane und dem Verkehr in Nähe des Kindergartens in der Diskussion. Bezüglich der Verkehrsführung stellte Corsten nun ein Konzept vor, bei dem wechselseitig die Parktaschen links und rechts angelegt werden, so dass der Verkehr automatisch verlangsamt wird. Die erste Parktasche beginnt vor dem Kath. Kinderkarten, hier wird die Parktasche von der gegenüberliegenden Seite auf die Kindergartenseite verlegt. Das Ein- und Aussteigen wird für Eltern und Kinder sicherer. Die Schikane an der Kreuzungsmündung zum Höngener Weg wird ausgebaut. An diesem Punkt entzündeten sich die Meinungen, die Anwohner gleichwie der Bürgermeister sehen in dieser Schikane ein Gefahrenobjekt. Laut Anlieger sind alleine in den letzten sechs Wochen acht Unfälle dort passiert, jede Woche würde die mittlere Barriere umgefahren. Leider, so der Bürgermeister, sei an diesem Konzept nichts zu ändern, da es eine Kreisstraße sei und die Gemeinde dort nicht viel zu sagen hat. Am Ende dieses Tagesordnungspunktes wurde ein Antrag aufgegriffen, auch den Höngener Weg in Richtung Waldesruh mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 70 km/h zu belegen. Herr Corsten läßt die Möglichkeiten nun prüfen.
Die Entscheidungen des Rates bezüglich der neuen alten Sportplätze für den FC Wanderlust Süsterseel wurden dann noch einmal in aller Ausführlichkeit vorgestellt und ebenfalls heiß diskutiert. Offensichtlich scheint es zu dem Thema noch einigen Klärungsbedarf zwischen Gemeinde, Verein und Anlieger zu geben. Der Bürgermeister versprach, alles zur vollen Zufriedenheit des wichtigen Sportvereins beizutragen.
Dass die Dechant-Kamper-Straße gleichwie die Dorfstraße in Wehr dringend renovierungsbedürftig sind, ist wohl jedem Bürger klar. Herbert Corsten und der Ortsvorsteher von Süsterseel Heinz Stassen stellten im vierten Punkt der Tagesordnung die komplette Erneuerung der Dechant-Kamper-Straße vor. Neue Gehwege und eine neue Fahrbahndecke sind vorgesehene. Um an Fördermittel zu gelangen, müssen noch Grünbereiche eingebaut werden, ebenfalls muss die Straßenbeleuchtung erneuert werden. Auf die Anwohner der Dechant-Kamper-Straße kommen kosten von etwa 100 EUR pro laufenden Grundstücksmeter (grob geschätzt) zu. Die Erneuerung der Beleuchtung muss mit 35% von den Anwohner bezahlt werden. Zu diesem Thema wird es demnächst noch eine eigene Bürgerbesprechnung geben.
Im letzten Punkt der Tagesordnung stellte Herbert Corsten noch einmal den aktuellen Stand des Projektes “Rathausumbau/-neubau/-renovierung” vor. Hierzu ist in den Medien hinreichend berichtet worden.






Als Anwohner der Dechant-Kamper-Strasse hier noch einige Ergänzungen zur Verdeutlichung des Sachverhaltes “Renovierung Dechant-Kamper-Strasse”:
Auf die Frage, ob für die Anwohner Kosten für die Erneuerung des Asphaltbelages entstehen, antwortete der Bürgermeister mit einem klaren “Nein”. Ebenso enstehen den Anwohnern keine Kosten für eine Sanierung des Kanales, also des Hauptsammlers in der Strasse.
Bezüglich der Gehwege und der Anlage von Grünstreifen sicherte unser Ortsvorsteher, Herr Stassen, zu, dass keine Entscheidungen hierüber getroffen würden, die nicht mit den Anwohnern abgestimmt sind. Die Gemeinde wird nichts auf Kosten der Anwohner realisieren wollen, was nicht gewünscht ist. Hierzu sicherte Herr Stassen zu, eine Versammlung für die Anwohner der Dechant-Kamper-Strasse einzuberufen.
Bezüglich der Strassenbeleuchtung gibt die West laut Aussage des Bürgermeisters an, dass die bestehenden Holzpfähle erneuert werden müssten. Eine bekannte Taktik, um eine Erneuerung zu erzwingen, indem Bestehendes nicht in Ordnung gehalten wird. Augenscheinlich sind die Holzpfähle in einem guten Zustand und können durch eine Konservierung meiner Meinung nach erhalten bleiben. Natürlich finde ich neue Laternen schöner, aber auch hier sollte eine Kosten-Nutzen-Abwägung gemeinsam mit den Anwohnen getroffen werden.